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Offenporige Glattleder, Anilinleder

Anilinleder sind deutlich empfindlicher. Auch wenn sie laut Hersteller imprägniert sind, reibt sich diese Imprägnierung in den Kontaktflächen in kurzer Zeit ab, und das Leder wird fleckenempfindlich. Flecken ziehen ein und lassen sich nicht mehr abwischen. Reiniger, die solche Flecken problemlos entfernen, gibt es nicht. Diese Lederarten tendieren auch zu den schlecht zu entfernenden typischen Fettflecken im Kopf- oder Armlehnenbereich und sind meist UV-empfindlich. Bei Kindern und Haustieren, bei „Chips und Pommes“, bei direkter Sonneneinstrahlung und bei Haarkontakt ohne Kissen sollte man die Nutzung von Anilinledern vermeiden. Der Vorteil dieser Leder ist die Wärme beim Hautkontakt. Anilinleder fühlt sich nicht kalt an. Wenn man sich für ein Anilinleder entscheidet, sollte man auf jeden Fall eher ein dunkles Leder nehmen. Schwarz ist nicht nötig, aber dunkelbraun, dunkelgrün, dunkelblau oder dunkelrot sind vorzuziehen. Die UV-Empfindlichkeit bleibt aber bestehen.

 

Glattleder mit einer Farbschicht darauf

Ein Wassertropfen auf einem gedeckten Glattleder. Er zieht aufgrund der Beschichtung nicht in die Oberfläche ein, sondern perlt ab.

(gedeckte oder pigmentierte Glattleder, Nappaleder  und Long Life Leder).

 

Diese Leder sind am leichtesten zu pflegen und bei den ersten Gebrauchsspuren oder Flecken am leichtesten zu behandeln. I. d. R. sind alle Probleme bis auf großflächige Ausbleichungen oder Brandlöcher etc. leicht in den Griff zu bekommen. Tendenziell sind dunklere Leder einfacher zu handhaben als hellere. Wer z. B. Kinder und Haustiere hat, sollte eher dunkler wählen. Hellere Leder sind aber bei dieser Lederart nicht so schwierig, als dass man grundsätzlich abraten sollte. Fettflecken sind eher unproblematisch, da das Leder keine Fette aufsaugt. Ausbleichungen sind nicht so häufig, da die Farbschichten auf dem Leder i. d. R. davor schützen.